Gesetzliche Rente nach Corona – Es kann nur schlechter werden

Die Coronakrise hat ein riesiges Loch in den deutschen Staatshaushalt gerissen. Um die Antwort, wie das bezahlt werden soll, drücken sich die Politiker, weil sie sonst nicht wiedergewählt werden. Es wird mit Sicherheit an allen Ecken und Enden gespart werden, Steuererhöhungen werden schon von diversen Politikern gefordert. Selbstständige sollen zukünftig auch im gesetzlichen Rentensystem pflichtversichert werden, falls sie keine anderen insolvenz- und pfändungssicheren Vorsorgepläne besitzen.

Rentner bekommen in Relation zu ihrem Einkommen prozentual heute weniger Rente als die Rentner früher, dies wird auch so weitergehen. Die Lücke zwischen dem Einkommen vor der Rente und der späteren gesetzlichen Rente wird immer größer. Für Rentner hat der Staat kein Geld, nur für allen möglichen anderen Blödsinn.

Die Rentenkommission hat jetzt auch ihren Bericht fertig. Dort stehen ziemlich unschöne Sachen drin. Ab 2026 könnte das Rentenniveau weiter sinken. Bis 2025 liegt es noch bei 48 Prozent, für die Zeit danach ist von einer Absenkung auf bis zu 44 Prozent die Rede. Das Rentenniveau ist das Verhältnis zwischen der Rentenhöhe nach 45 Beitragsjahren und dem Durchschnittsverdienst. Mit anderen Worten, noch weniger Rente.

Gleichzeitig könnte der Beitragssatz zur Rentenversicherung ab 2026 steigen. Aktuell beträgt er 18,6 Prozent, empfohlen wird eine Spanne zwischen 20 und 24 Prozent. Mit anderen Worten, weniger Nettogehalt, da mehr Lohnnebenkosten.

Obendrauf dürfen die Rentner auch noch Steuern bezahlen. Dies betrifft aktuell schon 6 Millionen von 21 Millionen Rentnern in Deutschland, der Anteil steigt weiter. Schon 2005 wurde vom Fiskus die nachgelagerte Besteuerung mit dem Alterseinkünftegesetz eingeführt.

Bis 2040 gibt es eine Übergangsphase, wo nur ein Teil des Einkommens besteuert wird, mit jedem Jahr bis 2040 ein größerer. Je früher man vor 2040 in Rente geht, desto höher der Rentenfreibetrag. Im Jahr 2020 liegt der Besteuerungsanteil der Rente schon bei 80 Prozent, jedes weitere Jahr steigt er um einen Prozent.

Es wird schon laut in der Politik darüber diskutiert, dass die Bürger noch länger arbeiten sollen als jetzt schon, von bis zu 70 Jahren ist die Rede, wenn es nach der Bundesbank geht. Genauer gesagt, will sie die Rente ab dem Jahr 2070 auf 69 Jahre und 4 Monate anheben. Von der EU-Kommission, Internationaler Währungsfonds (IWF) und OECD gibt es ähnliche Anregungen.

Jeder sollte daher dingend zusehen, seine Rentenlücke zu schließen. Auch wenn viele es nicht hören wollen, es bleibt nur die Börse. Das Sparbuch hat ausgedient, es bringt keine Zinsen mehr. Immobilien als Alterssicherung sind auch immer weniger geeignet, da der Staat den Mietern in der Coronakrise zugestanden hat, monatelang keine Miete zu bezahlen. Wer im Alter dann auf diese Mieteinnahmen angewiesen wäre, hätte ein Problem in diesem Fall.



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